30 Days of Night

Erscheinungsjahr: 2007
Regie: David Slade
Darsteller: Josh Hartnett
Melissa George
Danny Huston
Ben Foster
Mark Boone Junior
Mark Rendall
Amber Sainsbury
Manu Bennett
Megan Franich
Inhalt@OFDB
Ohne das rettende Tageslicht hätten einige Vampir-Filme wohl ein anderes Ende gehabt. Beispielsweise hätte Seth Gecko am Ende vom "From Dusk Till Dawn" alt ausgesehen, denn er verwendete das Sonnenlicht als letzte verbleibende Waffe gegen die Blutsauger.
In "30 Days of Night", einer Comicverfilmung, geht es nun um eine Stadt in Alaska die ganze 30 Tage ohne Sonnenlicht auskommen muss und am ersten dunklen Tag von einer Horde brutaler Blutsauger überfallen wird. Hier heißt die Devise nun, 30 finstere Tage durchzustehen und eben nicht nur eine Nacht.
Nachdem die Vampire das Überraschungseffekt genutzt und fast die gesamte Kleinstadt abgeschlachtet haben, kann sich eine kleine Gruppe rund um den Sheriff auf einem Dachboden verstecken. Würde die Sonnen nun am nächsten Tag aufgehen, das Versteck wäre perfekt. Doch der Sonnenaufgang ist noch weit entfernt und so muss die Gruppe muss ständig neue Verstecke und Nahrungsmittel in der Kleinstadt suchen. Insgesamt macht der Film aber zu wenig aus der Idee mit den 30 Tagen. Die Vampire schlachten in der ersten Nacht schon fast sämtliche Bewohner ab anstatt sich einige aufzuheben für die restlichen Tage. Sie hätten ja quasi alle Zeit der Welt gehabt die Leute einen nach dem anderen auszusaugen. So wirkt der Film stellenweise eben nicht wie über 30 Tage sondern doch als wäre alles in einer Nacht, was etwas schade ist.
Die Vampire haben wenig Ähnlichkeit mit den meisten Vampiren die man aus den heutigen Filmen kennt. Sie reden eine seltsame Sprache, die keinerlei Ähnlichkeit zu existierenden Sprachen zu haben scheint, fast schon wie Tierlaute klingt. Dazu haben sie nicht nur spitze Eckzähne sondern sämtliche Zähne sind messerscharfe Waffen. Sie Jagen wie eine Horde Wildtiere, aber mit Taktik und Geschick, und löschen so scheinbar systematisch ganze Dörfer aus um sich am Blut der Bewohner zu laben.
Dies war für mich insgesamt einer der großen Pluspunkte des Films. Endlich sich die Vampire keine schickemicki Typen mehr, die sich fein Anziehen und das Blutsaugen als Qual ansehen, hier sind es die brutalen, bösen Typen die einem direkt an den Hals springen, den Kopf abreißen und dabei auch noch Spaß haben. Hell Yeah! Dazu spielt Danny Huston die Rolle des Anführers der Vampire ziemlich perfekt.
Leider kommt die Gruppe der Menschen etwas kurz. Es wird weder eine gelungene klaustrophobische Stimmung erzeugt, noch gibt es wirklich nennenswerte Vorfälle in der Gruppe. Genau genommen hätte man die Gruppe wohl auch auf den Sheriff, seinen Bruder und seine Frau reduzieren können und man hätte fast den selben Film gehabt, was etwas schade ist. Ebenso baut sich nur wenig Spannung auf. Es gibt auf der einen Seite zwar einige wirklich krasse Splatter-Szenen der Vampire und insgesamt haben die Vampire nur starke Auftritte, aber die Bindung zur Menschengruppe schlägt fehl. Zwar ist dies nicht unbedingt allzu schlimm, da der Film trotzdem gut unterhält, trotz allem wäre mit einer ordentlich ausgearbeiteten Truppe wie z.B. in "Dawn of the Dead" wohl mehr drin gewesen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist ganz klar das Ende. Ein schlechteres Argument sich bewusst mit Vampirblut zu infizieren habe ich selten gehört. Ziemlich daneben und sinnlos, sorgt allerdings für eine weitere feine Splatter-Szene im Finale.
Insgesamt ist "30 Days of Night" ein durchweg gelungener Vampir-Horror-Thriller. Die Story ist recht neuartig und dazu interessant umgesetzt und die Vampire sind endlich wieder die brutalen, berechnenden menschenverachtenden Metzger die sie schon länger nicht mehr waren. Traurig das der Regisseur als nächstes "The Twilight Saga: Eclipse" macht... Gute:
7/10

Erscheinungsjahr: 2007
Regie: David Slade
Darsteller: Josh Hartnett
Melissa George
Danny Huston
Ben Foster
Mark Boone Junior
Mark Rendall
Amber Sainsbury
Manu Bennett
Megan Franich
Inhalt@OFDB
Ohne das rettende Tageslicht hätten einige Vampir-Filme wohl ein anderes Ende gehabt. Beispielsweise hätte Seth Gecko am Ende vom "From Dusk Till Dawn" alt ausgesehen, denn er verwendete das Sonnenlicht als letzte verbleibende Waffe gegen die Blutsauger.
In "30 Days of Night", einer Comicverfilmung, geht es nun um eine Stadt in Alaska die ganze 30 Tage ohne Sonnenlicht auskommen muss und am ersten dunklen Tag von einer Horde brutaler Blutsauger überfallen wird. Hier heißt die Devise nun, 30 finstere Tage durchzustehen und eben nicht nur eine Nacht.
Nachdem die Vampire das Überraschungseffekt genutzt und fast die gesamte Kleinstadt abgeschlachtet haben, kann sich eine kleine Gruppe rund um den Sheriff auf einem Dachboden verstecken. Würde die Sonnen nun am nächsten Tag aufgehen, das Versteck wäre perfekt. Doch der Sonnenaufgang ist noch weit entfernt und so muss die Gruppe muss ständig neue Verstecke und Nahrungsmittel in der Kleinstadt suchen. Insgesamt macht der Film aber zu wenig aus der Idee mit den 30 Tagen. Die Vampire schlachten in der ersten Nacht schon fast sämtliche Bewohner ab anstatt sich einige aufzuheben für die restlichen Tage. Sie hätten ja quasi alle Zeit der Welt gehabt die Leute einen nach dem anderen auszusaugen. So wirkt der Film stellenweise eben nicht wie über 30 Tage sondern doch als wäre alles in einer Nacht, was etwas schade ist.
Die Vampire haben wenig Ähnlichkeit mit den meisten Vampiren die man aus den heutigen Filmen kennt. Sie reden eine seltsame Sprache, die keinerlei Ähnlichkeit zu existierenden Sprachen zu haben scheint, fast schon wie Tierlaute klingt. Dazu haben sie nicht nur spitze Eckzähne sondern sämtliche Zähne sind messerscharfe Waffen. Sie Jagen wie eine Horde Wildtiere, aber mit Taktik und Geschick, und löschen so scheinbar systematisch ganze Dörfer aus um sich am Blut der Bewohner zu laben.
Dies war für mich insgesamt einer der großen Pluspunkte des Films. Endlich sich die Vampire keine schickemicki Typen mehr, die sich fein Anziehen und das Blutsaugen als Qual ansehen, hier sind es die brutalen, bösen Typen die einem direkt an den Hals springen, den Kopf abreißen und dabei auch noch Spaß haben. Hell Yeah! Dazu spielt Danny Huston die Rolle des Anführers der Vampire ziemlich perfekt.
Leider kommt die Gruppe der Menschen etwas kurz. Es wird weder eine gelungene klaustrophobische Stimmung erzeugt, noch gibt es wirklich nennenswerte Vorfälle in der Gruppe. Genau genommen hätte man die Gruppe wohl auch auf den Sheriff, seinen Bruder und seine Frau reduzieren können und man hätte fast den selben Film gehabt, was etwas schade ist. Ebenso baut sich nur wenig Spannung auf. Es gibt auf der einen Seite zwar einige wirklich krasse Splatter-Szenen der Vampire und insgesamt haben die Vampire nur starke Auftritte, aber die Bindung zur Menschengruppe schlägt fehl. Zwar ist dies nicht unbedingt allzu schlimm, da der Film trotzdem gut unterhält, trotz allem wäre mit einer ordentlich ausgearbeiteten Truppe wie z.B. in "Dawn of the Dead" wohl mehr drin gewesen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist ganz klar das Ende. Ein schlechteres Argument sich bewusst mit Vampirblut zu infizieren habe ich selten gehört. Ziemlich daneben und sinnlos, sorgt allerdings für eine weitere feine Splatter-Szene im Finale.
Insgesamt ist "30 Days of Night" ein durchweg gelungener Vampir-Horror-Thriller. Die Story ist recht neuartig und dazu interessant umgesetzt und die Vampire sind endlich wieder die brutalen, berechnenden menschenverachtenden Metzger die sie schon länger nicht mehr waren. Traurig das der Regisseur als nächstes "The Twilight Saga: Eclipse" macht... Gute:
7/10
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Kommentare (1)
-
|91.0.255.xxx |2010-05-02 16:06:27 Anonym - Comic-Vorlage zu "30 Days of Night"Heh, witzigerweise ist die Vorlage zum Film schon extremes "Style over substance" mit atmosphärisch-krakeligen Zeichnungen und 08/15-Handlung. Auf die langen "Venom"-Zungen der Vampire wurde in der Umsetzung genauso verzichtet wie eine sinnvolle Handlung im Geschehen. Denn da gibt es so ein paar Beispiele, die mir den Film total verleiden lassen:
1. Sind die Vampire IMMER nur so schnell, dass sie alle Nebendarsteller spielend einholen, aber hinter den Hauptcharakteren immer genau die entscheidenden Zentimeter zurückfällt.
2. finde ich "Wir sind Vampire, unsere Sinne sind besser und wir sind animalischer als ihr. Ihr Menschen seid nichts wert!"-Monologe erst dann lächerlich-witzig, wenn die angesprochenen Vampire dann noch nicht einmal den Streit der sechsköpfigen Bande unter sich im Dachboden mitkriegt, während er selber gerade auf dem Dach steht. Jeder Mensch hätte den Scheiß gehört! Und
3. sind die Charaktere dem Zuschauer im Film noch wesentlich egaler als dem Leser beim Comic, da kann man noch so viele Figuren einführen und über Ehe-Problemchen sabbeln lassen, die nachher ohnehin nicht mehr aufgedeckt werden.
4. und letztens ist es ein peinlich-filmischer Offenbarungseid, dass der Regisseur nicht EINE(!) Panorama-Ansicht des Dorfes bietet, so dass man nachher zumindest mal weiß, wo die Charaktere sich befinden. So ist selbst das Mini-Dorf so unüberschaubar, dass alles irgendwo sein könnte.
Nene, "30 Days of Night" war richtig schlecht, zwar ab und an ganz nett gelackte Bilder, aber ansonsten ein ziemlicher Totalversager, den ich nur deshalb nicht komplett hasse, weil ich ihn leider im Doppelpack mit dem noch viel schlechteren "28 Weeks later" gesehen habe.
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Aktualisiert (Donnerstag, den 29. April 2010 um 09:26 Uhr)
Naja, soo viel schlechter hast du die...
Bei mir ist es meist wirklich so, das...
Freut mich, dass dir der Film auch ge...
Ich habe zugegebenermaßen noch keinen...
Hehe, "Boom"! ;-) Und James...