Centurion

Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Neil Marshall
Darsteller: Michael Fassbender
Dominic West
Olga Kurylenko
Noel Clarke
David Morrissey
JJ Feild
Axelle Carolyn
Riz Ahmed
Inhalt@Movieworlds
Es ist wohl nicht immer gut auf die meisten Trailer zu verzichten. Im Falle von "Centurion" hätten mir diese zumindest eine Ansage machen können, auf was genau ich mich hier einlasse(von der Story, nicht vom Genre). Zwar bin ich nun auch kein großer Fan von dieser Art Film, aber ähnlich gelagerte Werke wie "300"(wenn man damit vergleichen will) gefielen mir sehr gut.
Zunächst war ich bei "Centurion" aber über die gesamte Einführung erstaunt. Der Film schien lange Zeit nur sehr rudimentär einem nichts aus Story zu folgen. Dafür gab es an jeder Ecke und fast zu jeder Zeit Auseinandersetzungen. Wenn nicht gerade wild im Wald gemetzelt wird, hauen sich die Legionäre im Camp gegenseitig die Fresse dick. Ist ja schön und gut das der Film vor Action überkocht, aber irgendwie scheint Regisseur und Autor Neil Marshall früh das ohnehin nur minimalistische Storykonstrukt aufgeben zu wollen. Die gesamte Einführung ist wenig strukturiert und kaum gelungen. Die Charaktereinführung misslingt völlig.
Aber Marshall kriegt noch knapp die Kurve. In der gesamten zweiten Hälfte des Films, die viel klarer strukturiert ist als die durchweg kuriose erste Hälfte, weiß der Film dann soweit zu gefallen. Fassbender hat zuvor eine 3000 Mann starke römische Armee nach Großbritannien geführt um die Picts auszuschalten, einen Stamm im Hinterland der den Römern ein Dorn im Auge ist. Durch einen Hinterhalt wird fast die gesamte Armee von einer unterlegenen Gruppe Picts ausgeschaltet. Michael Fassbender und 6 weitere überleben, und fliehen nun hinter den feindlichen Linien zurück zur römischen Front. Verfolgt wird die Gruppe dabei von einem kleinen Trupp Picts, angeführt von der stummen Jägerin Olga Kurylenko, dessen Rolle durch die fehlende Stimme ziemlich eindimensional daherkommt. Aber damit steht sie nicht allein, keine der Figuren hat irgendeine Tiefe aufzuweisen. Den einzigen Zweck den die Charaktere in "Centurion" zu verfolgen scheinen, ist es dazu zu dienen in irgendeiner der Schlachtszenen abgestochen zu werden.
In diesen Schlachtszenen stecken dann auch die unübersehbaren Qualitäten des Films. Selten wurde in einem Film dieses Genres wohl zuletzt dermaßen brutal geschnetzelt. Arme, Beine, Köpfe, hier rollte irgendwann alles auf dem Boden herum. Auf CGI-Blut wird zwar nicht verzichtet, dies gliedert sich, bis auf den Anfang, aber recht gut ein. Bei den Kampfszenen bietet "Centurion" wohl den bis dato realistischsten Einblick in die Härten der Schlachten dieser Epoche. Wo andere Filme viel kaschieren, hält Marschall gewohnt voll drauf.
Der Rest des Films allerdings ist nichts besonderes. Die Storyidee hat man wohl schon dutzende Mal gesehen in anderen Zeitepochen. Zu den Figuren wird keinerlei Beziehung hergestellt, sodass es auch an Spannung mangelt. Es ist wohl bezeichnend das gar "Clash of the Titans" mehr Zeit mit seinen Figuren verbracht hat als "Centurion"
Die den Film beherrschenden Actionszenen wissen zwar jedes Mal zu gefallen und sind richtig gut inszeniert, können das Storynichts und die platten Figuren aber nur schwer vor dem kollabieren bewahren. Nach dem guten "The Descent" und dem starken "Doomsday" leider nur eine schwache:
6/10

Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Neil Marshall
Darsteller: Michael Fassbender
Dominic West
Olga Kurylenko
Noel Clarke
David Morrissey
JJ Feild
Axelle Carolyn
Riz Ahmed
Inhalt@Movieworlds
Es ist wohl nicht immer gut auf die meisten Trailer zu verzichten. Im Falle von "Centurion" hätten mir diese zumindest eine Ansage machen können, auf was genau ich mich hier einlasse(von der Story, nicht vom Genre). Zwar bin ich nun auch kein großer Fan von dieser Art Film, aber ähnlich gelagerte Werke wie "300"(wenn man damit vergleichen will) gefielen mir sehr gut.
Zunächst war ich bei "Centurion" aber über die gesamte Einführung erstaunt. Der Film schien lange Zeit nur sehr rudimentär einem nichts aus Story zu folgen. Dafür gab es an jeder Ecke und fast zu jeder Zeit Auseinandersetzungen. Wenn nicht gerade wild im Wald gemetzelt wird, hauen sich die Legionäre im Camp gegenseitig die Fresse dick. Ist ja schön und gut das der Film vor Action überkocht, aber irgendwie scheint Regisseur und Autor Neil Marshall früh das ohnehin nur minimalistische Storykonstrukt aufgeben zu wollen. Die gesamte Einführung ist wenig strukturiert und kaum gelungen. Die Charaktereinführung misslingt völlig.
Aber Marshall kriegt noch knapp die Kurve. In der gesamten zweiten Hälfte des Films, die viel klarer strukturiert ist als die durchweg kuriose erste Hälfte, weiß der Film dann soweit zu gefallen. Fassbender hat zuvor eine 3000 Mann starke römische Armee nach Großbritannien geführt um die Picts auszuschalten, einen Stamm im Hinterland der den Römern ein Dorn im Auge ist. Durch einen Hinterhalt wird fast die gesamte Armee von einer unterlegenen Gruppe Picts ausgeschaltet. Michael Fassbender und 6 weitere überleben, und fliehen nun hinter den feindlichen Linien zurück zur römischen Front. Verfolgt wird die Gruppe dabei von einem kleinen Trupp Picts, angeführt von der stummen Jägerin Olga Kurylenko, dessen Rolle durch die fehlende Stimme ziemlich eindimensional daherkommt. Aber damit steht sie nicht allein, keine der Figuren hat irgendeine Tiefe aufzuweisen. Den einzigen Zweck den die Charaktere in "Centurion" zu verfolgen scheinen, ist es dazu zu dienen in irgendeiner der Schlachtszenen abgestochen zu werden.
In diesen Schlachtszenen stecken dann auch die unübersehbaren Qualitäten des Films. Selten wurde in einem Film dieses Genres wohl zuletzt dermaßen brutal geschnetzelt. Arme, Beine, Köpfe, hier rollte irgendwann alles auf dem Boden herum. Auf CGI-Blut wird zwar nicht verzichtet, dies gliedert sich, bis auf den Anfang, aber recht gut ein. Bei den Kampfszenen bietet "Centurion" wohl den bis dato realistischsten Einblick in die Härten der Schlachten dieser Epoche. Wo andere Filme viel kaschieren, hält Marschall gewohnt voll drauf.
Der Rest des Films allerdings ist nichts besonderes. Die Storyidee hat man wohl schon dutzende Mal gesehen in anderen Zeitepochen. Zu den Figuren wird keinerlei Beziehung hergestellt, sodass es auch an Spannung mangelt. Es ist wohl bezeichnend das gar "Clash of the Titans" mehr Zeit mit seinen Figuren verbracht hat als "Centurion"
Die den Film beherrschenden Actionszenen wissen zwar jedes Mal zu gefallen und sind richtig gut inszeniert, können das Storynichts und die platten Figuren aber nur schwer vor dem kollabieren bewahren. Nach dem guten "The Descent" und dem starken "Doomsday" leider nur eine schwache:
6/10
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Kommentare (3)
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|91.0.207.xxx |2010-08-11 11:12:35 executorOh ha. "Centurion" steht ganz oben auf meiner "Want To Watch"-Liste, aber bereits mit "Doomsday" hatte Marshall etwas von seinem Genie für mich eingebüßt und dieses Review hört sich auch nicht danach an, als ob man interessante Figuren zu Gesicht bekommt.
Es scheint ja leider eher ein Actionmarathon im "Doomsday"-Stil zu sein. So oder so bin ich mal extrem gespannt auf den Streifen, aber in meiner Marshall-Euphorie (die nach unglaublich coolen "Dog Soldiers" und dem grandiosen "Descent" ziemlich überkochte) schon stark gebremst...
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Aktualisiert (Mittwoch, den 11. August 2010 um 09:57 Uhr)
Naja, soo viel schlechter hast du die...
Bei mir ist es meist wirklich so, das...
Freut mich, dass dir der Film auch ge...
Ich habe zugegebenermaßen noch keinen...
Hehe, "Boom"! ;-) Und James...