Nachdem wir den Streifen ja zusammen gesehen haben muss ich sagen: Er hat mir noch einen guten Tacken mehr gefallen als "Planet Terror", da hatte Rodriguez (noch) wenig Ahnung davon, was nun überhaupt "Grindhouse" ist und was nicht.

"Machete" kommt dieser Stilrichtung da schon wesentlich näher als Roberts Zombie-Splatstik mit Gaga-Qualität. Leider hat "Machete" dann nur ein Problem und das ist seine eigene Laufzeit und Überladenheit, letzteres nicht auf die vielen, cool-übertriebenen Sequenzen bezogen, sondern eher darauf, dass einige Figure und Stellen im Film schlicht weg über sind und gar nicht gebraucht worden wären.

De Niro sitzt oder liegt ständig nur irgendwo ohne irgendwas zu tun, Seagal bestreitet bis auf seine erste und letzte Szene alle Auftritte sitzend (und erscheint meist nur auf andererleute Bildschirm) und was Lindsay Lohans Charakter sollte, außer vielleicht eben krampfhaft weitere Fake-Trailer-Szenen auch in den Film zu stoppeln, war auch nicht so recht klar.
Das dann die Alba trotz CGI-Nackheit so g'schamig ist, ist auch eine Schande für einen "Grindhouse"-Film. Generell mit einer Laufzeit von etwa 80 Minuten hätte diese "Machete" so ziemlich alles weggerockt, aber so ist es eben "nur" ein extrem unterhaltsamer Streifen, bei dem ich jetzt schon auf die beiden Fortsetzungen hoffe.

Denn "Machete Kills" und "Machete Kills Again" würden für eine tolle Mexploitation-Trilogie sorgen. Und auch wenn hier bereits viele Klischees verbraten wurden, so gibt es sicherlich noch genug Texas/Mexiko-Einwandererzündstoff, um Danny Trejo auch weiterhin zu ermöglichen, scharfe Weiber (wortwörtlich) abzuschleppen!