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2011 | 6von10 | Abenteuer | Action | Eddie Marsan | Geraldine James | Gilles Lellouche | Guy Ritchie | Jared Harris | Jude Law | Kelly Reilly | Komödie | Krimi | Noomi Rapace | Rachel McAdams | Robert Downey Jr. | Stephen Fry | USA | William Houston

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten
Originaltitel: Sherlock Holmes: A Game Of Shadows - Erscheinungsjahr 2011 - Regie: Guy Ritchie



Darsteller:
Robert Downey Jr., Jude Law, Rachel McAdams, Noomi Rapace, Stephen Fry, Jared Harris, Kelly Reilly, Eddie Marsan, Geraldine James, Gilles Lellouche, William Houston, Vladimir 'Furdo' Furdik u.A.

Filmkritik: Robert Downey Jr. muss es gerade wirklich gut gehen. Nicht nur ist er „Iron Man“ auf Lebenszeit bei den Comicverfilmungen aus dem Hause Marvel, sondern mit Guy Ritchies „Sherlock Holmes“-Reihe darf Downey auch schlicht sein üblich spleeniges Programm hoch 2 durchziehen. Was hat sich gegenüber dem ersten Teil geändert?

Der Kampf der Genies, Professor Moriarty vs. Sherlock Holmes ist noch rasanter als sein Vorgänger. Schwindelerregend schnell könnte man auch dazu sagen. Montage wird an Actionsequenz wird an Actionsequenz gereiht, nach der kurz durchgeatmet werden kann, bevor Ritchie den gleichen Ablauf immer wieder durchzieht. Über den gesamten Film hinweg gibt es nicht wirklich einen durchgehenden Spannungsbogen, sondern ein eher loses Reisen von Set-Piece zu Set-Piece, bei denen sich Ritchie stets bemüht mehr Action, größere Ballermänner und eine noch gediegenere Optik hinzukriegen. Und für die zwei Stunden Kinoerlebnis reicht es auch.

Downey Jr.s Holmes ist manches Mal weit über die Grenze zum sympathischen Kauz hinaus arschig, Watson ist beinahe so etwas wie ein bipolarer Irrer im Bezug auf seinen gewählten Partner und Stephen Fry als Holmes Bruder Mycroft ist einzig Comedy-Relief, dies aber zumindest mit so viel britischer Coolness, dass allein dadurch manch ein ansonsten lahmer Gag noch etwas Würde verpasst bekommt.

Rasantes

Im Alleingang rettet dann Jared Harris als Moriarty die gesamte Chose, denn sein Duell mit Downey Jr. ist erstklassig den Film durch inszeniert und wird beim Showdown über den Reichenbacher Wasserfällen zu einem inszenatorischen und optischen Genuss. Was soll es, dass etwa Noomi Rapace hier in ihrer „Hollywood ist auf dich aufmerksam geworden“-Rolle wenig mehr machen als konsequent flüchten oder nach Exposition fragen darf. Was soll es, dass manche Elemente in ihrer Überzeichnetheit bereits an die Comic-Welt einer „Liga der außergewöhnlichen Gentleman“ erinnern?

Für zwei Stunden wird man – wenn man weiß, worauf man sich hier einlässt, aber das sollte nach dem Erstling eigentlich definitiv der Fall sein – durchwegs gut von all dem cartoonhaften Irrsinn unterhalten. Downey in Drag? Klaro. Holmes und Watson die sich an die Gurgel gehen? Obligatorisch. So flotter Inszenierungsstil, dass man manch einen lahmen Gag bereits verpasst hat, während er noch nicht einmal ganz vorbei ist? Aber sicher doch! Aber allein für die Szenen, in denen sich Moriarty und Holmes (im Geiste oder real) duellieren, sowie die die wuchtig gefilmte Waldsequenz am Anfang des letzten Drittels, sollte man sich den Streifen nicht entgehen lassen.

Filmbewertung: 6/10 (wenn man bereits den Erstling mochte, kann man gerne für sich noch einen guten Punkt dazu zählen)

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Aktualisiert (Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 14:05 Uhr)