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2008 | 6von10 | Ed Corbin | Horror | Musik | Nichole Hiltz | Priscilla Barnes | Steven Goldmann | Trace Adkins

Trailer Park Of Terror
Originaltitel: Trailer Park Of Terror - Erscheinungsjahr: 2008 - Regie: Name Steven Goldmann



Darsteller: Nichole Hiltz, Trace Adkins, Priscilla Barnes, Ed Corbin

Filmkritik: „Texas Chainsaw Massacre“ mit Untoten-Einschlag, viel „guter Laune“ und einem ganzen Haufen Musikvideo-Anleihen beim Erzählen der eigentlich losen Geschichte: Willkommen im Trailer Park Of Terror!

Zur Einführung wird dem Zuschauer erst einmal groß und breit die Backstory der untoten Redneck-Sippe nahe gebracht, die sich ganz im Stile einer „Geschichten aus der Gruft“-Folge gibt und das hat auch einen Grund: „Trailer Park Of Terror“ ist eigentlich auch eine Comicadaption und ist im kleinen Indie-Vertrieb drüben in den good ol’ US of A so eine Art Redneck-Variante der „Tales From The Crypt“-Erfolgsformel. Statt aber jetzt einen Episodenfilm aus dem Geschehen zu machen, gibt es nach dem (sehr) langen Einstieg das typische Handlungsfeigenblatt „Teens mit Problemen landen mit ihrem Gruppenleiterpfarrer im Trailer Park Of Terror und werden einer nach dem Anderen von den dort wohnenden Irren zermatscht“.

Das Konzept erinnert dann auch wieder stark an die „2000 -“ oder gar „2001 Maniacs“, die in einem ähnlichen Kosmos auch auf Gore Galore gesetzt haben. Hier aber ist das ein bisschen anders, denn vornehmlich das Beste am Film ist neben dem überdurchschnittlich guten Aussehen der Bilder, vor allem die Musik. Fetziger „Schweinerock“ mit ironisch-passenden Texten übernimmt immer wieder die eigentliche Handlung, Kifferzombie „Roach“s ganze Aufgabe ist es dann eigentlich auch, während des zweiten Filmteils des Öfteren ein Liedchen von dem Dach seiner Behausung aus zu Schmettern. Etwa „Cry For The Camera“, während die anderen Trailerparkfreaks gerade mit zwei vor Angst zitternden Teens ein Snuff-Video drehen.

Zum Inhalt selbst gibt es dann auch kaum mehr zu sagen. Die menschlichen Figuren sind schlichte Opferlämmer und Gaglieferanten. Problematisch auch, da nämlich die Trailer Park Typen eigentlich die Bösen sein sollten (und ja auch ganz klar sind), aber dafür gefühlte tausend Mal interessanter sind als die Teens, die der Film doch ab und zu als Identifikationsfiguren in den Film wirft. Leider kommen im Gegensatz zu den Schurken die Charakterisierungen über „Der nervt!“, „Die is rattig!“, „Der ist ein Angsthase!“ und „Das ist ne Goth-Braut!“ nicht hinaus.

Dafür wird man von der Bösewicht-Seite aber immer wieder mit garstigen Momenten, witzigen Einlagen und ironischen One-Linern versorgt, so dass man mindestens einmal dem „Trailer Park Of Terror“ gerne einen Besuch abstatten kann. Besonders, wenn man von der gerade anhaltenden, schier endlosen Welle von Backwood-Schlitzern mal die Nase voll hat und auch gerne wieder einen phantastischen Einschlag im tristen Terror-Einerlei gern sehen würde, ist der „Trailer Park Of Terror“ einen Blick wert. Es ist zwar keine Offenbarung oder sonst wie innovativ, aber die nett zusammengerührten Klischees aus der Bekannt-und-Beliebt-Sparte in Verbindung mit dem sehr guten Soundtrack sorgen auf jeden Fall für unterhaltsame Horrorkost.

Filmbewertung: 6/10

Und das sind knappe sechs Punkte, die sich der Streifen aber allein wegen seines Soundtracks schon erarbeitet hat. Wäre der Rest nicht so 08/15, es hätte ein kleiner Geheimtipp entstehen können.

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Aktualisiert (Sonntag, den 19. September 2010 um 17:00 Uhr)